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Der direkt und schnelle Griff nach Viertelfinale und Weltcupteilnahme misslang: Im zweiten Vorrundenspiel unterlagen Deutschlands Wasserballer nach schwacher Wurfausbeute dem Olympiavierten Griechenland mit 4:8 (0:1, 2:2, 2:3, 0:2) Toren und vergaben damit die durchaus greifbare Chance auf den Gruppensieg, der den direkten Viertelfinaleinzug gebracht haette. Für die DSV-Treffer zum 4:4-Zwischenstand sorgten Marc Politze (2), Thomas Schertwitis erneut mit einem sehenswerten Rückhandwurf und Florian Müller; Griechenland erwies sich mit gleich sieben Torschützen als wenig ausrechenbar. Somit ist nunmehr am Freitag zum Weiterkommen ein Punktgewinn gegen Asien-Vertreter China gefordert. Auf griechischer Seite war der Jubel bei den Toren wie auch dem Spielende groß: Nach den Auftaktniederlagen gegen die Deutschen bei den WM-Turnieren in Fukuoka (2001) und Barcelona (2003) sowie den Olympischen Spielen 2004 in Athen stoppten die Griechen ihre "schwarz Serie" heute und koennen damit im Turnier recht weit kommen. Und es war heute in der Tat nicht der Tag der Deutschen. "Einige haben einen rabenschwarzer Tag im Abschluß gehabt", mußte Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) eingestehen, was für jeden offensichtlich war. Dieses galt vor allem für Heiko Nossek, der heute vollends glücklos agierte, doch er stand im DSV-Team nicht alleine da. "Das Resultat war klar, das Spiel nicht", wollte Stamm dennoch keinen Trübsal blasen, zumal es bis weit in das dritte Viertel mit einem 4:4-Zwischenstand noch recht gut aussah. Griechische Führungen wurden immer wieder ausgeglichen, doch dann war es mit der deutschen Herrlichkeit vorbei. Drei Fehlentscheidungen der Schiedsrichter (nach Mehrheitsmeinung auf der Tribüne) und ein verlorenes Anschwimmen im letzten Abschnitt liessen den Olympiavierten auf 6:4 davonziehen, doch das wollte der Bundestrainer trotz aller Aufregung in diesen beiden Szenen (und der Gelben Karte) nicht gelten lassen: "Mit der Überzahlquote kann man nicht gewinnen", sagte der Berliner, zumal den Deutschen in der Folge auch kaum noch etwas gelang. Der Traum vom Gruppensieg ist damit auch rechnerisch ausgetraeumt, so daß sich Deutschland wieder dem "Fahrplan" mit Rang zwei und dem Umweg über die Überkreuzduelle befindet. Stattdessen ist nunmehr am Freitag (erneut 22:30 Uhr deutscher Zeit) aus DSV-Sicht zum Weiterkommen ein Punktgewinn gegen Außenseiter China gefordert, um nicht noch sensationell aus der Medaillenrunde zu fliegen. In den Überkreuzpartien ginge es im Erfolgsfalle dann am Sonntag gegen den Tabellendritten der Gruppe C, der am Freitag im Direkvergleich zwischen Rumaenien und Gastgeber Kanada ermittelt wird. Hier wollen die Deutschen dann mit vier Tagen Verspaetung Viertelfinale und Weltcupteilnahme perfektmachen, doch das ist noch ein weiter und harter Weg.
Autor: Wolfgang Philipps
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