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Deutschland kratzte noch die Kurve: Ein Hattrick von Heiko Nossek und eine starke Leistung von Torwart Alexander Tchigir legten in den Plazierungsspielen um die Raenge fuenf bis neun den Grundstock zu einem verdienten 5:3 (1:2, 0:1, 3:0, 1:0)-Erfolg gegen die USA, die nach einer 3:1-Fuehrung in der neunten Minute ohne die Tore von Topspieler Tony Azevedo kein Mittel mehr gegen die sicher stehende deutsche Abwehr fand. Der Gegner um Rang neun wird am Mittwoch erneut Australien sein, das davor beim 16:3 gegen Kuba keine Probleme gehabt hatte. "Wir haben da weitergemacht, wo wir gegen Rumaenien aufgehoert haben", zeigte sich Bundestrainer Hagen Stamm ueber die erste Halbzeit erneut wenig begeistert. Die Torausbeute war hier, egal ob in Überzahl oder aus dem Spiel, erneut gleich null, und der 1:1-Ausgleich von Soeren Mackeben war ob des Zustandekommens sogar noch gluecklich, der Ball irgendwie noch den Weg ueber die Torlinie fand, und man hoerte bei den wenigen Zuschauern Stamms Aussprueche teilweis ueber das gesamte Spielfeld. Darueber hinaus bereiteten anfangs auch die US-Center Schwierigkeiten, was sich in dem Treffer von 3:1 durch Jeffrey Powers zeigte. Aber die Deutschen besannen sich auf ihre Tugenden und bekamen das Spiel immer besser in den Griff. Zwei Tage zuvor hatten die US-Amerikaner (die sich mit dem Verpassen des Viertelfinales bereits jetzt ihrem schlechsten WM-Ergebnis gegenuebersehen) beim 5:6 gegen Italien durchaus zu ueberzeugen vermocht, doch die Deutschen legten heute Superstar Tony Azevedo komplett an die Kette und liessen mit ihrer Zonenverteidigung die US-Boys nicht torlos bleiben, sondern auch ziemlich hilflos aussehen. Als dann auch Heiko Nossek seine Treffsicherheit wiederfand, konnte der Sieger heute noch nur noch Deutschland heissen. Vorentscheidend eine vergebene Überzahl zu Beginn der 19. Minute; stattdessen erzielte Nossek im Gegenzug mit dem 4:3 die deutsche Fuehrung. Nach der Enttaeuschung gegen Rumaenien zeigten die Deutschen immerhin Charakterstaerke und unterstrichen ihren Ansprung mit dem bestmoeglichen Resultat nach hause zu fahren. "Nach zwei Vierteln haben sich die Jungs am Riemen gerissen und noch ein sehr gutes Spiel gemacht", sagte Stamm, allerdings liege immer noch Potential brach, wie der Berliner eingestehen musste: "Fuenf Tore sind einfach viel zu wenig", liess Stamm auch keinen Zweifel daran, dass die Angriffsleistung der Knackpunkt im DSV-Team ist. Stamm bemuehte nach dem Spielende auch die Statistik und wies auf dritte Steigerung der Deutschen in Folge bei einem WM-Turnier hin. Nach der verpassten Qualifikation 1998, Rang 14 2001 in Fukuoka und Platz elf 2003 in Barcelona steht die DSV-Sieben in Montreal immerhin wieder unter den ersten Zehn. Doch so positiv mag das derzeit keiner so recht sehen, und die Medienvertreter erst recht nicht. Grade einmal drei deutsche Journalisten hatten sich heute nach Spielende im Interviewbereich der Wasserballanlage eingefunden. Auch sonst war der Frust im Team gross, wie Steffen Dierolf dort durckblicken liess, doch es wurde heute weitergekaempft. Der Gegner um Rang neun wird am Mittwoch erneut Australien sein, das davor beim 16:3 (4:1, 5:1, 4:1, 3:0) gegen Kuba keine Probleme gehabt hatte. Bei Teams hatten bereits zum Auftakt gegenuebergestanden, wo Deutschland drei Sekunden vor dem Ende durch ein Centertor von Thomas Schertwitis mit 9:8 kanpp gewonnen hatte. In weiteren Partien des Tages hatten die beiden Asienvertreter jeweils das Nachsehen gehaben: Im Spiel um Rang 15 unterlag China gegen Suedafrika mit 6:7 (2:3, 3:1, 2:1, 0:1) und wurde damit wie 2003 WM-Letzter. Gastgeber Kanada liess gegen Japan auch nicht von einem 3:6 Rueckstand beeindrucken und siegte noch mit 10:8 (2:3, 1:3, 4:1, 3:1) Toren - ein schoener Abschluss fuer den Gastgeber; Japan erreichte mit Rang 14 dennoch sein bisher bestes WM-Resultat.
Autor: Wolfgang Philipps (26.07.2005)
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