|
Es war der erste Test für das Bremen 10 Nachwuchsteam auf großem Feld mit großen Toren werden. Spielen die allerjüngsten beim Wasserball doch meist noch auf kleinen Feld mit kleine Toren und oft auch im stehen, so sah dies bei der niedersächsischen E-Jgd Meisterschaft anders aus. Aber schließlich waren auch drei Nachwuchsteams am Start deren Herren in der erste Bundesliga spielen. Dementsprechend ist die Niedersachsenmeisterschaft auf Leistungssport ausgerichtet. So war allen Beteiligten klar wie schwer es auf dem Turnier in Hannover werden würde. Es wog dann doppelt hart, das die Aktiven vom Partnerverein Weser aufgrund eines Schwimmwettkampfes am Sonntag, bis auf Marcel Ferber nicht dabei waren. Hinzu kamen die Klassenfahrten von Thomas Stein und Nils Flügge. Doch dem nicht genug, durch den doppelten Armbruch von Nick Schenk musste dann auch noch der stärkste Spieler noch absagen. So blieben nur noch mit Marvin Raup, Leon Mühlmeister , Marcel Färber, Tim Brüning, Maximilian Frerichs, Tom Hesse und Leo el Zein sieben Spieler über. Das bedeutete keine Wechselmöglichkeit für die Trainer. Dies bewog dann Pascal de Vries und Marvin Wolf vom SV Weser dazu für nur ein Spiel am Samstag nach Hannover mitzureisen um das Team zu unterstützen. Also gingen 9 Spieler ins erste Match gegen den norddeutschen E-Jgd Vizemeister Georgsmarienhütte. Doch allein fünf der acht Feldspieler waren noch für die F-Jgd spielberechtigt und mussten somit gegen zwei Jahre ältere Gegner antreten. Aber es wäre mehr drin gewesen in diesem ersten Spiel. Zu ängstlich in der Abwehr und mit vielen Fehlpässen wurde es dem Gegner leicht gemacht. Und der hatte einen überragenden Spieler der die Tore im Alleingang erzielte. Auf sage und schreibe 13 Tore brachte es die Nummer zwei von Georgsmarienhütte Lukas Hülsmann. Da musste man lange zurückdenken bei solcher Toreflut eines Spielers. 1983 gelang Bernd Welge für Bremen 10 in einem Jugendspiel um die Bremer Meisterschaft einmal auch dieses Kunststück, beim 33:1 Sieg über OSC Bremerhaven. So viel das Ergebnis gegen Georgsmarienhütte mit 22:3 recht deutlich für den Gegner aus. Auffällig auf Bremer Seite waren nur die drei Tore von Leon Mühlmeister, der in den letzten beiden Vierteln zeigte, dass es auch besser geht. So fuhren dann nach dem Spiel die beiden Weserraner nach Bremen und für den Sonntag hieß es für die restliche Sieben durchspielen. Aber es kam noch schlimmer. Ausgerechnet der dreifache Torschütze Leon Mühlmeister verletze sich beim rutschen an der Nase so stark das nach ärztlicher Untersuchung ein Einsatz nicht mehr möglich war. Die Sonntagsgegner erwiesen sich aber als äußerst fair und verzichten beide auch auf einen Feldspier, so dass der Gleichstand im Wasser wieder hergestellt war. FS Hannover hieß der erste Gegner um 9 Uhr. Deren Herrenteam spielt in der ersten Bundesliga. Ob das der Grund war warum das Bremer Team im Wasser erstarte oder es die frühe Morgenstunde war bleibt wohl für alle Zeit ein Rätsel. Der Autor dieses Artikels möchte den Mantel des Schweigens über das Spiel legen. Nur so viel. Es stand am Ende (bitte nicht weitersagen) 28:2 für die Hannoveraner. Bemerkenswert aus Bremer Sicht war, das ein F-Jgd Spieler, nämlich Leo el Zein beide Treffer gegen die Hannoveraner erzielte. Aber vor allem die Art und Weise des Auftretens der Bremer machte keinen Mut für das letzte Spiel. Dort erwartete das Team ausgerechnet die bis dahin ungeschlagenen Wolfenbüttler, die für ihre harte Gangart bekannt waren. Die hatten Georgsmarienhütte mit 13:6 abgefertigt, gegen die die Bremer mit 20:3 verloren hatten. Was sollte folgen? Den Zahlen nach hätte es ein noch größeres Debakel als gegen FS Hannover geben müssen. Keine leichte Aufgabe für den Coach. Doch dieser versuchte die Mannschaft noch einmal zusammenzuschweißen und erinnerte sie daran, dass das Team zu mehr fähig ist und dies auch schon oft bewiesen hatte. Wer gegen so starke Teams bestehen will muss eine Schippe drauf packen, wenn er nicht untergehen will erklärte er seinen Spielern. Verlieren mit so einem ersatzgeschwächten Team ist nicht schlimm, aber wenigstens kämpfend der Niederlage trotzen. Und spätestens als dann Trainer und Team sich im Kreis direkt vor dem Spiel noch einmal einschworen war der Kampfgeist erwacht. Und trotz des frühen 1:0 nach 55 Sekunde ließ keiner den Kopf hängen. Da wurde kein Ball verloren gegeben und konzentriert und eng gedeckt. Dies behagte dem Gegner mit fortlaufender Spielzeit gar nicht. Die hatten sich wohl auf ein Schützenfest von über 30 Toren eingestellt und so gab es zum Ende hin noch die eine oder andere hässliche Szene in der von Wolfenbüttler Seite aus getreten wurde oder der Ellenbogen über Wasser ins Gesicht des Gegners gezogen wurde. Dem guten Schiedsrichter ist es nicht anzulasten das diese Fouls hinter seinem Rücken ungestraft blieben. Trotzdem unterbrach er das Spiel zum Schluss um einen Wolfenbüttler zur Mäßigung aufzurufen. Der erwarte Einbruch, denn auswechseln ging ja nicht, kam aber auch nicht zum Schluss. Jeder Kämpfte bis um umfallen. Mit 13:0 hielt sich die Niederlage so in den angestrebten Grenzen und gab es sogar noch Applaus von den Zuschauern für die tapfer kämpfende junge Mannschaft. Das Fazit fiel dann auch schwer aus. Was wäre mit kompletter Mannschaft möglich gewesen? Ist man dran an diesen Spitzenteams? Ist das Team noch zu jung? Fehlt es noch an Mut und Durchschlagskraft auf diesem Niveau? Viele Fragen. Das Rückturnier im Oktober wird wohl mehr Aufschlüsse geben. Aber insgesamt zeigt es das kurzfristig keine Wunderdinge zu erwarten sind. Aber anderseits kein Team war so jung wie das Bremer. Alle anderen Mannschaften zusammen hatten nicht so viele F-Jgd Spieler aufgeboten wie Bremen10/Weser. So war das Turnier ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der mitgereisten Spieler deren Zeit wohl in zwei Jahren kommen wird wenn der Jhg 98 zu den ältesten in der E-Jgd gehört Aber beim Rückturnier, das hatten sich alle fest vorgenommen, soll dann ein Sieg herausspringen. Hier die gesamten Ergebnisse Gruppe A: Aegir/RSV - Hellas Hildesheim 1:14 Neptun Cuxhaven - W98/Waspo Hannover 4:11 Aegir/RSV - Neptun Cuxhaven 0:13 Hellas Hildesheim - W98/Waspo Hannover 1:18 Hellas Hildesheim - Neptun Cuxhaven 1:8 Aegir/RSV - W98/Waspo Hannover 0:27 1. W98/Waspo Hannover 6:0 (+51) 2. Neptun Cuxhaven 4:2 (+13) 3. Hellas Hildesheim 2:4 (-11) 4. Aegir/RSV 0:6 (-53) Gruppe! B: SV Bremen 10 - SV Georgsmarienhütte 3:20 FS Hannover - Wolfenbütteler SV 10:9 SV Georgsmarienhütte - Wolfenbütteler SV 6:13 FS Hannover - SV Bremen 10 28:2 FS Hannover - SV Georgsmarienhütte 9:11 SV Bremen 10 - Wolfenbütteler SV 0:13 1. FS Hannover 4:2 (+25) 2. Wolfenbütteler SV 4:2 (+19) 3. SV Georgsmarienhütte 4:2 (+8) 4. SV Bremen 10 0:6 (-52) Gruppeneinteilung beim 2.Turnier (6./7.Oktober): Gruppe C (Platz 1-4): W98/Waspo Hannover FS Hannover Wolfenbütteler SV Neptun Cuxhaven Gruppe D (Platz 5-8): SV Georgsmarienhütte Hellas Hildesheim SV Bremen 10 SV Aegir/RSV Hannover
Autor: Lutz Schmauder
Link:
<<
zurück
|