Schwimmverein Bremen von 1910 e.V. Schwimmverein Bremen von 1910 e.V.

05.09.2010

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Vereinsgründung

Im Jahre 1910

Im alten Gewerkschaftshaus an der Faulenstraße – gegenüber dem heutigen Doventor - Hochhaus – fand sich im Februar des Jahres 1910 an einem Sonntagvormittag eine kleine Gesellschaft von Gewerkschaftlern zusammen, die sich lebhaft über die Fragen des organisierten Schwimmens unterhielten. Hierbei fassten sie den Entschluss, einen Schwimmverein zu gründen, der auf der Grundlage der modernen Arbeiterbewegung stehen sollte.

Am Sonntagabend, dem 20. August, um 21 Uhr, wurde in einer öffentlichen Versammlung im Saale des Gewerkschaftshauses der Arbeiter Schwimmverein aus der Taufe gehoben. Durch den Vortrag: „Das Schwimmen, der Arbeiterschwimmerbund, sein Zweck und seine Ziele“, den der Vorsitzende des damaligen Hamburger Arbeiter – Schwimmvereins, Paul Rump, hielt, waren die Anwesenden so begeistert, dass sich in der anschließenden Mitgliederversammlung über 70 Personen zur Aufnahme meldeten.

Die Geschicke des Vereins übernahmen im ersten Jahr:

  1. 1. Vorsitzender: Hermann Scherwitzky
  2. 2. Vorsitzender: Frau Hanna Harder
  3. Schriftführer: Heinrich Häfker
  4. Kassierer: Richard Ritscher
  5. Bezirksführer: Oskar Lünzmann, Alfred Eichhorn, R. Laude, H. Bliefernich
  6. Revisoren: Karl Schnürpel, Franz Lünsmann

Für eine Schwimmerfamilie die richtige Übungsstätte zu finden war sehr schwierig, zumal es noch keine staatlichen Badeanstalten gab. So musste man sich mit dem Baden in der freien Weser abfinden. Trotzdem vergrößerte sich der Kreis so sehr, daß schon im Jahre 1911 drei Abteilungen gebildet werden mussten. Diese befanden sich in Woltmershausen, Gröpelingen und Ostertor. Der erste Weltkrieg führte zu einem jähen Abbruch des wachsenden Schwimmvereins. Viele kehrten nach Beendigung des Krieges im Jahre 1918 nicht mehr zurück. Sie blieben auf dem Feld der „Ehre“. Ein Teil des Vereinsvermögens konnte von Heinrich Blanke und Alfred Eichorn in die Nachkriegszeit hinüber gerettet werden. Bis auf einen kleinen Kreis, der sich um Alfred Eichhorn zusammenschloss, waren die Vereinsangehörigen in alle Winde zerstreut.

 

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